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Als Gastgeschenk einem Gästebucheintrag, das wäre schön!!
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Maroulas-Martin berichtet von KretaDenn jeder schöne Tag ist eine Erwähnung wert!
May 07 Die Saison ist gestartetNun hat sich alles etwas eingespielt und ich berichte mal von den letzten Tagen.
Der neue Job ist am Start! Wenn ich vor 14 Tagen noch dachte, ich würde in einem anderen Hotel als Barmann arbeiten, sehe ich mich heute an völlig anderer Stelle. Wie das? Mein erster Tag als Barmann endete nach nur sechs Stunden. Irgendwie sagte mein Magen seit Tagen vor Arbeitsantritt, das ist nicht Dein Job! Jeden Abend mit Gästen mittrinken, spät in der Nacht nach Hause kommen, seine Liebste nicht sehen...! Die Entscheidung wurde mir leicht gemacht. Im Hotel gab es 2 Manager und den Vater des Hauses. Wer das sagen hatte, ist mir ein Rätsel. Die Bar befand sich in einem erbärmlichen Zustand und ich sollte erstmal eine Grundreinigung machen. Putzfrau? Ok, da mußte durch. Mäuseexkremente in Gläsern und Geschirr, Ekel? Ok, da mußte durch. Keine Reinigungsmittel, keine Putzlappen. Ok, da mußte durch. Bar halb aufgeräumt. Dann Anweisung vom Vater des Hauses, wir verlegen die Bar nach draußen. Ok, auch das! Alles in Kisten verpackt und zum Transport in Außenbar hingestellt, dann kommt Manager I und erteilt Anweisung. "Bar beibt im Hauptgebäude bis Juni". Mein Magen verkrampft sich und meldet an Gehirn "3 Chefs, das geht nicht gut".
Nach dem mir dann der Manager II Chef noch nicht mal Guten Morgen sagte, obwohl er direkt neben mit stand, stand für mich fest, das wir nicht zusammen passen. Eigentlich ist aufgeben nicht mein Ding, aber dort stimmt das Arbeitsklima halt nicht. Ich setzte mich also auf meinen Roller und rollte mich vom Hof. In einen Telefonat legte ich ihm ans Herz, doch den jungen Barmann zu nehmen, mit dem sich er sich während meiner Bargrundreinigung intensiv über seine Aufgaben in meiner Bar unterhielt....! Wir trnnten uns gütlich, die sechs Stunden Arbeitslohn schenkte ich ihm zu Ostern..
Was nun? Schön wenn man nette Menschen kennt, die die Ohren offen halten. Abends Anruf! Mein Chef sucht noch jemand, unterhalte Dich doch mal mit ihm..
Ich hin und nach nur 2 Minuten stand fest, der Chef ist sympatisch, die Kollegen freundlich, Bezahlung stimmt! Und was für ein Job?
Tourguide auf Jeepsafari!
Genau mein Ding! Unterwegs, nette Leute kennenlernen, freies Essen in den Tavernen, Baden, Off-Road - Abenteuer.
Am ersten Abend und am folgenden Tag zog ich 19 Stunden fast in einem Stück durch. Total erschöpft aber total zufrieden kippte ich ins Bett.
Nun, nach sechts Tagen spielt sich alles langsam ein und eine Zufriedenheit streichelt meinen Magen.
Nur meine Katzen hassen den Job, weil es unregelmäßig Futter gibt! Gestern haben sie beschlossen, meinen Vogel zu verwerten und haben beim "Tigersprung" das Wassernapf zerstört. Armer Vogel hatte Glück, das ich das zufällig gesehen hatte. Heute muß ich ihm mal ein neues kaufen!
Das waren die letzten chaotischen Tage, demnächst gibt es neue Eindrücke. Etwas Geduld.....
Noch ein Wort an meine zweite Herzhälfte, die in Familiensache im kalten Deutschland verweilt und nicht bei mir sein kann!
May 04 NotrufApril 30 Sommerpause?Trotz vieler Ermunterungen, das Tagebuch täglich weiterzuführen, bin ich zum Entschluß gekommen vorerst zu pausieren, bzw. nur noch unregelmäßig zu schreiben.
Leider!
Kurz ein paar Sätze zum warum! Ab dem 01. Mai beginnt für mich eine neue Arbeitsaison. So wie es jetzt aussieht, werde ich 6 Tage die Woche von morgens bis abends arbeiten. Die Freizeit, die noch bleibt, wird also total eng. Diese Zeit ist natürlich auch mit Kochen, Waschen und Aufräumen verbunden. Und etwas Schlaf braucht mein Körper natürlich auch noch. Die Zeit, die dann noch verbleibt, möchte ich in der realen Welt verbringen, denn auch dort gibt es für mich einiges anzupacken!
Also nicht traurig sein! Wenn es mir irgendwie möglich ist, werde ich in unregelmäßigen Abständen den einen oder anderen Beitrag schreiben. Also immer mal wieder reinschauen und sich vieleicht freuen dürfen!
Bis dahin.....
Euer Martini April 24 Schreiben oder nicht schreiben?Der Tag neigt sich dem Ende und ich will noch mal ein paar Sätze loswerden...
Das Vorstellungsgespräch gestern scheint Früchte zu tragen, denn heute rief der Hotelmanager an, das ich nächste Woche kommen solle, um die Modalitäten zu besprechen. Nun feier ich erstmal das griechische Osterfest und dann sehen wir weiter. Heute morgen war ich mal wieder früh wach und hab mich sofort in die Arbeit gestürtzt. Erstmal etwas fegen, um die Spuren vom Sturm zu beseitigen und dann die Kalkfarbe zur Hand und die Treppenstufen für die Osterprozesion kalken, damit im Dunkeln keiner stürtzt. Nach 3 Stunden des Kalkens habe ich einen deftigen Sonnenbrand und ziehe es vor auf dem Basar zu fahren. Langsam wird es voll in der Stadt, anscheinend haben die Flieger die ersten Touristen ausgespuckt. Viele Restaurants an der Strandmeile haben in den letzten Tagen eröffnet und buhlen um die Gäste. Nach einer netten Siesta, ging es weiter mit kalken. Dann hab ich die Palme beschnitten und die Zweige vor dem Haus angebracht, damit das Osterfest einen würdigen Rahmen bekommt.
Nun was ganz anderes. Heute morgen stand eigentlich für mich fest, das ich das Tagebuch erstmal pausieren lasse, weil die Arbeitssaison beginnt. Dann passierte etwas sehr eigenartiges! Als ich heute morgen mein Postfach öffnete, fand ich einen Brief von Günther und Christel S. aus Ahnatal darin. Neben einer netten Osterkarte fand ich einen zweiseitigen Brief anbei, der mich tief berührt hat. Diese beiden, die ich vor Jahren nur einmal kurz im Dorf kennenlernen durfte, verfolgen mein Tagebuch und die Maroulas-Site jeden Tag mit voller Aufmerksamkeit. Ich danke Euch beiden für die wirklich netten, menschlichen Zeilen! Dieser kleine Anschub läßt mich überlegen, ob ich das Tagebuch auch noch in die Arbeitssaison trage.
Ich werde nun erstmal ein paar Tage das Schreiben pausieren lassen und überlege mal, wann es weitergeht.
Schöne Tage, Euer Martini! April 23 OsterputzEs wird Zeit sich um "Beschäftigung" zu kümmern. Das Hotel in dem ich letztes Jahr gearbeitet habe, hat zur Zeit noch sehr schlechte Buchungszahlen, da die Fluggesellschaften mal wieder an Flügen geizen. Ich könnte zwar wieder dort arbeiten, aber erst ab Juni/Juli. Allerdings ist mir diese Nummer zu unsicher und ich habe nach diesem langen Winter keine Lust mehr auf rumsitzen. Deshalb fing ich Gestern an, andere Hotels abzuklappern. Auf der Fahrt zu den Hotels blies mir sprichwörtlich "der Wind ins Gesicht".
Der Sturm hat wirklich ungewöhnliche Ausmaße angenommen!
Freitagabend findet ja der Kreuzgang vorbei an allen Kirchen statt und dafür soll das Dorf glänzen. Dem kann ich mich schlecht entziehen. Habe gestern angefangen die Treppen und Wege vor dem Haus von Unkraut zu befreien. Heute Abend werde ich die Stufen kalken, damit die Träger im Dunkeln nicht stolpern. Nach mehreren Tagen läßt sich mal meine Katze "Tante Martha" sehen und schlich um mich rum. Der ältere Nachbar, der mir entspannt bei der Arbeit zusah, sah wohl in einer Katze eine ernste Gefahr und zog ihr mit dem Besenstiel eins über. Als er mein wütendes Gsicht sah, meinte er nur "Deine Katze?", "Ja", worauf er nur mundwinkelhebend meinte "oh, egal macht nichts". Das snd die Momente wo mich die Leute hier ankotzen! Tierliebe? Null! Ob meine Katze jemals wieder kommt?
Körperliche Arbeit macht hungrig, aber auch müde und so verzichte ich auf´s Kochen und träumte mir ein Steak.
Heute morgen ist der Sturm abgeflaut und schlagartig sind auch die dumpfen Kopfschmerzen vorbei. Räume jetzt mal die Knochen vom erträumten Steak weg.....
April 22 Ein stolzer Kreter hat uns verlassenGestern war ein trauriger Tag. Wer schon länger nach Kreta kommt, kann sich vieleicht an den stolzen Kreter erinnern, der in der Arkadiou ein Lederwarengeschäft betrieb. Er saß meistens vor seinem Geschäft in kretischen Schaftstiefeln und der typischen kretischen Kopfbedeckung. Sein Geschäft zierte er mit Bildern von Franz-Josef Strauß und Olaf Palme. Kein Tourist kam am Laden vorbei, ohne auf Deutsch oder Englisch zu einem Raki eingeladen zu werden. Diese stolze Kreter hat uns nun am Sonnabend verlassen. Nach einem Sturz konnten die Ärzte ihm nicht mehr helfen.
Dieser Mann Kreter war der Opa meines Freundes und so mußte die Familie gestern den schweren Gang des Abschieds nehmen. In der Hauptkirche von Rethymnon wurde er aufgebahrt und wir durften ihn ein letztes Mal sehen. Das Gesicht dieses stolzen Mannes strahlte einen Frieden aus, der mich tief berührte. Es war sehr hart zu sehen, wie sehr mein Freund Aris unter diesem Moment litt. Auch in mir kamen Erinnerungen an den Moment des Abschiedes von meinen Eltern hoch, und ich sehnte mich nach der Stille meines Bergdorfes. April 21 LustlosigkeitIch war unangemeldet eine Woche in Deutschland, um ein Geburtstagsfrauchen zu überraschen. Der Hinflug war mit 46 Euro ein echtes Schnäppchen und da konnte ich wirklich nicht lange Fackeln. Dumm nur, das meine Überraschung durchgesickert ist, weil es auch in Maroulas jemand gibt, der Fluginformationen auslesen kann. Böses, böses Frauchen, das kost ein Bierchen! Die Woche verging im Fluge, weil die Programminhalte der Reise äußerst geballt waren.
Die Rückflugbeschaffung wurde zum Preisalptraum. Unter 300 Euro war kein Flug zu finden und so mußte ich eine wahre Tagesreise antreten. Um 8:00 erst nach München und von dort nach Athen. Mit der Buslinie 96 bin ich dann zum Hafen nach Piräus. Normalerweise fäht der Bus eine Stunde, aber im Moloch Athen ging mal wieder gar nichts, und so dauerte es halt zwei Stunden. Ein Deutsches Ehepaar das auf die Insel Syfnos wollte, hatte den Zeitplan so eng gesteckt, das sie durch diese Verspätung ihre Fähre verpaßten. War sehr lustig mit anzusehen, wie die Gesichtsfarbe der beiden im Bus von Blaß auf Gelb und dann auf Rot wechselte. Zum Schluß hatte der arme Ehemann schon Schaum vorm Mund und war dem Herztod nahe. Da hatte ich etwas großzügiger geplant. Für 58 Euro buchte ich den Schnellkattamaran, der die Distanz Athen-Kreta in nur viereinhalb Stunden bewerkstelligt.
Um 18:45 legte dieser PS-Protz ab. Was ich allerdings da noch nicht wußte, war, das vor Kreta ein Südsturm tobte. Selten war mir bei einer Überfahrt so schlecht. Gegen 24:00 lief die Fähre im Hafen von Rethymnon ein und viele blaße Leute verließen das von Kotztüten gesäumte Deck.
Auch hier im Dorf hat der Sturm Spuren hinterlaßen. Viele meiner Blumentöpfe hat der Sturm zerstört und eine über fünf Meter lange Buganvilia wurde einfach vom Hausdach gefegt. Eine meiner Katzen hat sich ein wahrscheinlich ein anderes Herrchen gesucht, da sie sauer war, weil ich eine Woche weg war. Und das trotz Futterautomat!
Irgendwie komm ich nun nicht in Gange und bin total müde und lustlos. Allgemein schreibt man das ja dem Südwind zu. Der soll weitere drei Tage blasen. Er bringt uns Temperaturen von bis zu 35 Grad. Irgendwie hab ich zur Zeit keine große Lust zum Schreiben, müßte mich nun eigentlich um die kommende Arbeitssaison kümmern, aber auch dazu hab ich keine richtige Meinung. Nennt man das Frühjahrsmüdigkeit?
Moment es klopft an der Tür.....
April 19 Back in CreteEin freundliches Hallo!
Ich bin wieder da! War einige Tage in Deutschland und seit heute morgen zurück. Nun erst mal ausschlafen und dann melde ich mich wieder zu Wort. Gestern war ein Mördersturm und ich muß nun erstmal die Schäden an Blumen und Haus beseitigen. Also etwas Geduld! April 11 Gute BesserungWie ich hörte, ist der beste Handwerker des Dorfes abgestürtzt und hat sich die Schulter gebrochen. Auf diesem Wege wünsche ich Dir schnelle Genesung und das Du bald wieder Fenster zumauerst
Nach einer Nacht voller Mühe, scheint der Trojaner gebändigt. Er ist hinter Gittern und schmort...! Folge des Ärgers war ein dicker Migräneanfall, der mich auch heute voll im Griff hat. Deshalb halte ich mich heute kurz, was soll ich auch erläutern, außer dem Beipackzettel vom Aspirini!
Nur soviel: Danke Herr Hunold! Danke Air Berlin, das Ihr es nach immerhin 4 Monaten geschafft habt, den Kofferschaden zu regulieren. Seid nicht böse über die harten Worte, aber Kunderservice sieht in meinen Augen halt anders aus!
Bis denne............ April 10 TrojanerHeute ist wieder nicht mein Tag! Habe mir über eine Email einen Trojaner/Virus eingefangen. Das Virusprogramm läuft Sturm und der PC zerlegt sich gerade. Jetzt werde ich den PC ausmachen und neustarten. Danach gibt es nur noch Tod oder Leben. Bitte lieber Trojaner, tu mir das nicht an.
Mehr aus diesem Irrehaus dann nach einer Formatierung, Prost Mahlzeit April 09 Und er ruckelt noch immer...Gestern war mal wieder Zeit, meiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen. Das Auto ruckelt immer noch, mal eine Woche gar nicht, dann wieder wie in bockiges Pferd bei jedem Anlassen. Also mal wieder zu Dimitri, damit er den zuletzt eingebauten Fühler wieder gegen den Alten austauscht. Das war also mal wieder nicht der Fehler.
"Dimi, was kann es noch sein?"
"Ich würde Dir empfehlen, einen von meinen importierten Mercedes zu kaufen"
"Das wäre auch eine Lösung! Aber im Ernst? Was machen wir jetzt?"
"Haste Zeit? Wir werden mal die Zündspule tauschen"
Ich hatte natürlich Zeit! In der Zwischenzeit ging ich am Strand spazieren und setzte mich dann auf dem Wachturm der Rettungsschwimmer in die Sonne und beobachtete voller Mitleid einen Handwerker, der sich sein gestriges Essen aus dem Gesicht herausdrückte, das wohl weniger mit seinem letzten Raki zusammen gepaßt hatte. Nach einer Stunde holte ich den Wagen ab. Es ging dann in die Stadt um ein bestimmte Farbe für den Dachüberstand zu kaufen. Im ersten Geschäft gab es diese Marke nicht. Im zweiten ließ man mich enfach links liegen, weil die Kundin vor mir besser aussah, worauf ich nach einer halben Stunde das Warten aufgab. Im dritten Geschäft hatte man die Farbe auch nicht im Programm, telefonierte aber mit der Konkurenz ob diese sie haben. Die sollen sie haben! Aber der Chef sagte mir dann nicht, wo die Konkurenz ist und wendete sich lieber....., na? Einer schöneren Kundin zu! Der vierte Laden wollte mir eine ähnliche Farbe anmischen, wäre doch kein Problem! Ich mahnte an, das es doch schwierig wäre, den Dachüberstand mit nach Rethymnon zu bringen, damit er den genauen Farbton ermitteln könne. Hämisches Grinsen....
Ich weiß, wann es Zeit ist, eine Suche auf Kreta abzubrechen.......! Voller Frust starte ich das Auto und siehe da. Er ruckelt immer noch!
Scheiß Tag! Kein Erfolgserlebnis............................ April 08 Baustelle Bezirk RethymnonLangsam aber sicher erinnert mich das Treiben der Bauarbeiter rund um Rethymnon an Ephraim Kishion´s Blaumilchkanal. Einer ist angefangen und nun läßt sich das ganze nicht mehr aufhalten! Gestern bei meiner Tour in die Stadt ging es von Schlagloch zu Schlagloch, von Baustelle zu Baustelle und folglich von einem Stau zum anderen. Das Projekt Abwasserleitung von Pigi nach Platanes frißt sich nun den dritten Kilometer in die Straße. Zurück bleibt eine total zerstörte Straße und Bürger, die sich nur noch mit Mundschutz gegen den Staub vor ihren Häusern wehren können.
In der Stadt werden EU-Mittel in Bürgersteige und Pollersperren verbraten, das jedem Autofahrer die Galle hochkommt. Parkplätze werden nach und nach abgeschafft und die Straßen so verengt, das das Verkehrschaos, dem in Bombay gleicht. Bürgersteige haben wir jetzt ohne Ende. Sehen ja auch ganz nett aus, aber mit 30 cm Höhe und intigrierten "Spoilervernichtern" aus Beton verhindern sie jeden "Mal eben Parken Versuch". Dazu kreisen die Abschleppwagen der Stadt und die Polizisten mit ihren 80 Euro Tickets für Falschparken. Aber woooooo soll man denn noch parken????
Bald wird es sicherlich zum offenen Aufruhr der Autofahrer kommen und irgendeiner fängt an, holt seinen Bulldozzer raus und reißt den ganzen Mist weg. Nehmt den Kretern nicht ihre Parkplätze, nicht ihr Freiheit - das haben schon die Türken nicht geschafft! In der Nähe der Fortezza klafft schon ein Loch in der Schutzmauer. Ob sich da ein durchgeknallter Parkplatzucher das Leben nehmen wollte?
Das Taschengeschäft von "Select" von Aris wurde nun mittlerweile im kleinen Kreis eröffnet. Die Frühlingskollektion, die vor 14 Tagen von einer Spedition angeliefert werden sollte, ist leider noch immer nicht da. Wo mag die wohl sein? Auf einem Basar im Irak? Egal, das Geschäft mußte eröffnet werden und ich möchte hier noch mal die aktuellen Bilder einstellen. (siehe auch neues Album)
Gestern erhielt ich von einem griechischen Bekannten bei einem Ausflug nach Kirina eine Einweisung, wer mit welchem Politiker in Athen verwandt ist. Sehr interessante Sache und lehrt mich das Fürchten, angesichts solcher geballten Beziehungsgeflechte.
Schöne Parkplatzsuche.................
April 07 Frühschoppen vs. NachtjournalEigentlich wollte ich gestern weiter die Höhle erkunden, aber leider kam vom zweiten Mann keine Resonanz und alleine war mir die Nummer zu gefährlich. Also ab zum Frühschoppen in Michalis Taverne. Bei dieser einzigen Tagesaktivität sollte es dann auch bleiben, da die Truppe mein Rakiglas (von mir unbemerkt), immer wieder aufs neue auffüllte.......
Irgendwie hab ich dann Formel 1, Tagesschau und das Nachtjournal verschlafen. Dafür bn ich heute mal ein richtig ausgeschlafenes "Kerlchen". Die Sonne lacht mir heute durch die Fenster und fragt an, ob wir nicht gemeinsam etwas unternehmen wollen. Na, dann werd ich mal zuerst zum Rathaus fahren und für meine kleine "Motzbacke" Papiere abgeben. (Reinbeck bei 1 Grad, weißt ja womit Du mich glücklich machst)
Schönen Wochenstart.... April 05 Betonmischermorgen und FährenabendBrrr, was für ein dunkler Tag! Alles grau in grau und es regnet vor sich hin. Für die Olivenbäume eine Wohltat vor der Sommerhitze, für mich ein Grund um im Bett zu bleiben. Während die Strohwitwernudeln kochen, werde ich mal den Blog um gestern ergänzen.
Irgendwie sagte mein Gefühl gestern "Fang nichts großes an", mein Horoskop sprach sogar von akuter Unfallgefahr! Also ließ ich den Pinsel samt Leiter in der Sonne stehen und verzichtete auf das geplante Malen. Ich ging statt dessen mal auf einen Spaziergang rund ums Dorf. Herrlich die Blumenpracht am Wegesrand. Über Olivenhaine ging es einmal rund ums Dorf, dann hörte ich ein Brummen auf der Straße näher kommen. Plötzlich schob sich dieses Monstrum vom Betonlifter um die letzte Kurve. Wo wollte der denn hin? Sowas dürfte interressant werden und ich trabte ihm hinterher. Sein Ziel war der Dorfplatz, wo die alte Eckruine renoviert wird. Es sollte das Fundament gegossen werden! Sollte.....
Über zwei Stunden schaute ich mir dann an, wie der Fahrer des Lifters versuchte, seinen Betonrüssel durch das Dach der Ruine zu schieben. Nachdem er das halbe Dach zum Einsturz brachte, versuchte man es durch die Eingangstür. Eigentlich rechnete ich ständig damit, das mir der Lifter auf den Kopf knallt, angesichts der heutigen Unfallgefahr. Herrlich, in der Sonne zu sitzen und sich daran zu weiden, wie sich die Arbeiter gegenseitig anbrüllten.
Dann hatte ich genug gesehen von herabfallenden Dachziegeln und mit Beton vollaufenden Gummistiefeln und erinnerte mich an meinen Plan eines Sonnenbades bei Rotwein und gutem Buch. Der Buchtitel "Tausend und ein Grund nicht zuarbeiten" war allerdings recht arbeitsintensiv und ich schlief dabei ein. Mit dem ersten Sonnenbrand des Jahres wurde ich zwei Stunden später wach.
Beim Freitagsstammtisch am Abend kamen wir auf die Idee, uns das Einlaufen der neuen Katamaranfähre der Helenic Seaways im Hafen von Rethymnon anzuschauen. Um 23.15 soll sie nun jeden Abend kommen und bereits um 23:45 wieder in Richtung Athen auslaufen. Bereits um 4:30 ist dann die Fähre in Piräus. Interressante Sache für einen Athenausflug. Obwohl der Preis von 58 Euro oneway pro Person im Sitz heftig ist. Mit Moped kostet der Spaß sogar 75 Euro. Da überlege ich mir doch einen Propeller an meinen Scooter zu bauen und die Aeigäs selber zu durchpflügen! Mit einer halben Stunde Verspätung schob sich dann dieses wahre Monstrum in den Hafen. Das Anlegen klappte dann aber nicht so, wie de Kapitän es nicht geübt hatte. Erst beim zweiten Anlauf brachte er die Speedfähre an die Kaimauer. Danach durften wir mal wieder das Ausladechaos beobachten. immer wieder sehenswert!
Dann gab es den internen Sicherheitscheck von mir. Ich fragte mich, ob es wohl möglich wäre, ohne Ticket auf die Fähre zu kommen. Während alle Passagiere über die Klappbrücke herauskamen, lief ich rückwärts gehend hinein und dann im Eiltempo auf das Oberdeck! Es geht also doch und der Preis war eine gewonnene Wette in Form einer Flasche Metaxa. Genau nach einer halben Stunde legte sie wieder ab und war schon nach wenigen Minuten am Horizont verschwunden.
Danach fuhr die "Partypatrol" in Richtung Strandmeile Platanes und legte ein flottes Tänzchen hin.
Nach wenigen Stunden Schlaf der Telefonrufweckruf einer netten bayrischen Dame, die darauf bestand, das ich in Pyjama durchs Dorf hetzte um jemand ohne Telefon über einen wichtigen Termin zu informieren. Von Null auf Hundert die Treppen rauf und am Rande eines Herzinfarktes vermochte ich ihre Bitte zu erfüllen. Sorry, Frau C. das ich so begriffsstutzig war!
So, nun schaufel ich mir ein Teller Nudeln mit Rührei hinter die Kiemen und verzieh mich wieder unter die warme Bettdecke..... April 04 CatwalkGestern war endlich wieder Donnerstagsbasar. Wieder locken die frischen Erdbeeren und ich werde schwach. Eingezuckert mit Milch, werden sie Kraft geben für mein immer noch nicht begonnenes Fittnessprogramm. Die Basarstammkneipe wird erweitert und es gab viel zu spekulieren, warum das neue Sonnendach abgebaut wurde. Erstaunlich, wen man so alles von unserem Muppetbalkon beobachten konnte.....
Wer sagt eigentlich, das man nur mit Hunden einen Spaziergang machen kann? Unsere Katze "Frau Schwarz"hatte gestern ihren "Anhänglichen Tag" und schlawenzelte ständig um mich rum. Als ich sie fragte, "Wie wäre es, wenn wir einen kleinen Ausflug unternehmen", schnellte ihr Schwanz als Zustimmng nach oben. Ich lief durch die Gassen und dann hinauf auf den Berg, "Frau Schwarz" immer hinterher. Im Algarvenweg schaute sie sich faziniert noch nie gesehene Schafe an und folgte mir dann sofort weiter. Weiter ging es in Richtung Taverne "Kukus", wo eine schwarze Ziege auf uns wartete. In meiner Gegenwart stolzierte "Frau Schwarz" ohne Anschein von Angst vorbei. Dann inspizierten wir die letzten Tagesarbeiten von Tavernewirt Niko. Danach ging es wieder zurück. 1 km sind wir zusammen gelaufen, stolze Leistung für eine unangeleinte Katze. Das schreit nach Wiederholung! Sollte man mal einen verrückten mit Katze am Strand sehen, das bin ich beim Catwalk.
Abends ging es dann zum Live-Jam in die Akropolisbar, wo die beiden englischen Jungs dem Publikum gut einheitzten. Im Gegensatz zum letzen Besuch im Februar, war die Bar nun bereits gut gefüllt mit den ersten angekommenen Animateuren, Reiseleitern und Werbefreaks. Endlich haben die Jungs auch ein vernünftiges Video von ihrem Auftritt, denn Hermano´s "Partypatrol" zeichnete den ganzen Abend auf.
Wieder mal mußte ich feststellen, das frischgezapftes Amstel bei mir sofort Kopfschmerzen auslöst! Was mixen die Holländer da eigentlich rein?
Heute werd ich mal der Sonne huldigen und den Liegestuhl ausrichten. Ein gutes Buch, ein Glas Wein kommt bestimmt gut, denn morgen soll es schon wieder regnen.... April 02 Meer und BergeGestern noch 25 Grad in der Sonne und heute Nieselregen und 15 Grad. Das ist nicht mein Wetter! Nicht nachdem der Frühling schon an meinen Wangen gestreichelt hatte. Was tun? Erstmal im Bett geblieben und sich somit dem Wetter anpaßt. Dann sagte ich mir, komm fahr an den Strand und laß mal ein wenig die Seele baumeln. Am Menschenleeren Strand bei Nieselregen holten mich die Gedanken an meine Kindheit in Dänemark ein. Der Geruch von Seetang, das rollen der Kieselsteine - die Gedanken schweiften weit zurück in die Vergangenheit. Wie als Kind suchte ich mir einige schöne Steine, die nun im Garten ihren Platz finden.
Auf dem Rückweg zog es mich magisch zu einem Ort, an den ich wunderschöne Erinnerungen habe. Neben einer tiefen Schlucht liegt eine kleine Kirche, die 1995 erbaut wurde. Die Gelder für den Bau stiftete eine älteren Frau, die ebenfalls der Magie dieses Ortes verfallen war. Neben der Kirche hatte sie ein kleines Ferienhaus, eher ein Ferienzimmer mit Kirchenanschluß. Sie ist nie wiedergekommen. Ob sie Ihren Traum wenigstens noch einen Sommer erleben durfte?
Zwischen den von Blüten durchzogenen Schluchtrand liefen einige wilde Perlhühner herum und reagierten mit entsetzt Fluchtversuchen auf meine Störung. Was für ein schöner Ort! Unten in der Schlucht sah ich in Gedanken meine beiden Kinder, die voller Begeisterung den Hang hinaufkletterten. Lang ist es her und trotzdem meine ich noch ihre Stimmen zu vernehmen.
Ein kleines Gedicht formt sich nach dem heutigen Tag in meinen Kopf:
"Besonderer Moment"
Warum nicht so wahrgenommen, zum Zeitpunkt des Entstehens?
Unbewußt konserviert in meinen Gehirnzellen
Jahre überdauert, weil nicht sortiert
Jahre später am Ort dieser vergangenen Momente
gibt mein Kopf diese frei.
Er hat endlich seinen Speicherort gefunden
Umbenannt
von
"Besonderer Moment"
in
"Schöne Erinnerung"
(c) Martin 2008
April 01 HöhlenerforschungHeute war der Tag der Tage, den ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte. Nein, keinen gewaltigen Aprischerz mit jemand treiben! Seit mehreren Jahren versuche ich die Höhlen von Maroulas zu erreichen. In bereits 3 Anläufen wurde ich von Zäunen und Abgründen gestoppt. Der letzte Versuch war 2007 mit Hasenfrau, der dann wieder mal in den Dornenbüschen endete. In Gesprächen mit Dorfbewohnern habe ich vor langer Zeit erfahren, das im 2. Weltkrieg die Einwohner von Maroulas und Adele in diesen Höhlen vor den Fallschirmjägern der deutschen Wehrmacht Zuflucht gesucht haben. Die Höhlen sollen sehr groß sein und es sollen noch Teile eines abgestürzten Flugzeuges dort liegen, erzählte mir ein über 80 jähriger.
Dieses Jahr wollte ich besser vorbereitet sein. Von der anderen Schluchtseite machte ich vorher diverse Bilder, um zu erkennen, wie man die Höhlen erreicht. Mir war nach Auswertung der Fotos und Google Earth Unterstützung klar, das hier doch ein Abseilen notwendig ist, da seit dem Krieg alles zugewachsen ist.
Aber alleine Abseilen? Nein Danke! Wenn jemand für solchen Blödsinn zu haben ist, dann Andy, unser Englischer Berufstaucher. Heute morgen zogen wir mit 20 Meter Leine, Taschenlampe und glänzender Laune los. Trotz Vorbereitung fanden wir in der ersten Stunde nicht den Zugang, der uns direkt über die Höhlen führen sollte. Andy entdeckte immer neue Wege, die uns in Dornenbüsche trieben. Aber dann! Versteckt hinter Büschen war das Klippenende! Andy bekam mit einmal Muffensausen, als ich begann eine Sitzschlinge zu binden und das Abseilen vorzubereiten. Er sollte mich halten und das schmeckte im gar nicht! | ||||||||||||||||||||||